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Orban abgewählt, Magyar Siegt in Ungarn

Orban abgewählt, Magyar Siegt in Ungarn

In einer ausgeschriebenen Niederlage für Prime Minister Viktor Orban, der seit 2010 das Land regiert, wurde in Ungarn am Sonntag eine doppelstimmige Wahl abgehalten. Der Oppositionsführer Gergely Gyurcsány, auch bekannt unter seinem Kürzel "Magyar", errang einen klar über zweidritteligen Wahlgewinn von mehr als 67% der Stimmen. Die gewaltige Mehrheit ermöglichte ihm, die Regierungsgeschäfte ohne den Zusammenschluss mit anderen Parteien zu übernehmen.

Die Wahlen am Donauufer begannen in einem Ton von Triumph für Gyurcsány, als er unter dem Klang von Frank Sinatras "My Way" seine Siegerrede hielt. Sein Team jubelte und feierte lautstark die Ergebnisse, während sie das Fotoalbum der nächsten Regierung formierten. In den Szenen, die sich in der Stadt verteilt haben, zeigte man eine breite Palette von Emotionen: Freude, Erleichterung und ein Hauch von Enttäuschung unter Orban-Anhängern, die ihre Stimmen bereits frühzeitig abgaben.

Die Ergebnisse wurden nach einer umfangreichen Zählung bestätigt. Gyurcsánys Partei Fidesz-KDNP erhielt 67,2% der Stimmen und 143 von 199 Sitze im Parlament. Dies bedeutet, dass Gyurcsány die Möglichkeit hat, alle politischen Entscheidungen selbst zu treffen, ohne den Unterstützung der Koalitionspartner zu suchen.

Die Wahl war umstritten und zeigte deutlich einen Wandel in der Haltung der Ungarn zum Regime Orbans. Es handelt sich um eine historische Wendung, da es sich um die erste doppelstimmige Wahl seit 1989 nach dem Ende des kommunistischen Systems handelt. Die gewaltige Mehrheit von Gyurcsánys Partei verweist darauf, dass das Land bereit ist, in Richtung eines liberaleren Regierungsroutins zu wandern.

Unter den Orban-Anhängern zeigten sich deutliche Anzeichen der Enttäuschung. In den Hauptstadt-Baironen und vor den Wahllokalen kamen Tausende von Menschen zusammen, um ihren Kandidaten zu unterstützen, aber die Ergebnisse brachten ihnen ein bitteres Desaster. Es gab Tränen und harte Worte über einen Regierungsapparat, der nach Ansicht vieler Wähler zu lange unkontrolliert gewesen war.

Budapest wurde zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Hauptstadt erlebte eine wunderbare Abendstimmung mit Feuerwerkern, Straßenkünstlern und jubelnden Menschen auf den Plätzen. Es ist deutlich zu sehen, dass Ungarn in einem neuen Kapitel seiner Geschichte steht, wo ein liberaler Ansatz der Politik die Macht übernimmt.

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